Raphael Egli: Rollkunstlauf in der Schweiz

Rollkunstlauf Schweiz

Raphael Egli im Interview über Rollkunstlauf in der Schweiz

Raphael Egli ist ein ehemaliger international erfolgreicher Rollkunstläufer aus der Schweiz und unterstützt heute den Rollsport als internationaler Preisrichter.

Wie viele Menschen laufen in der Schweiz Rollschuh?

Schwierig genau zu sagen. Im Verband angemeldet sind circa 200, aber vor allem in der französischen Schweiz fahren viele im Sommer Rollschuh.

Wie ist Rollkunstlaufen organisiert?

Wir haben einen Nationalen Verband und darunter stehen die verschiedenen Clubs.

Wo könnt ihr in der Schweiz Rollkunstlaufen trainieren?

Unsere Clubs Adliswil und Zürich haben in Adliswil eine kleine Turnhalle und in Zürich können wir 3 mal die Woche in eine große 3fach-Sporthalle, um zu trainieren. Dazu haben wir in Zürich eine öffentliche Freibahn. Einige Clubs haben vor allem im Winter große Mühe geeignete Hallen zu finden und zu bekommen.

Wie kann ein Kind mit Rollkunstlaufen anfangen?

Die Kinder können in den meisten Vereinen schnuppern kommen. Das heißt sie dürfen einige Male ohne Bezahlung am Training teilnehmen und können sich danach entscheiden, ob sie offiziell dem Club beitreten möchten. Dazu gibt es bei uns seit einigen Jahren im Schulsport den Kurs Rollschuhlaufen, der von der Stadt mitfinanziert wird und so den Schülern ohne Mitgliedschaft im Club das Rollschuhlaufen ermöglicht.

Wie macht ihr Werbung für den Sport?

Durch Shows und an Wettbewerben können wir Kinder abholen. Natürlich geht am meisten über persönliche Gespräche unter den verschiedenen Kindern und Eltern. Der Schulsport ist auch ein guter Weg Kinder für das Rollschuhlaufen zu gewinnen.

Was denkst du, sollte verbessert oder verändert werden, um Rollkunstlaufen in der Schweiz voranzubringen?

In der Schweiz bräuchte es wohl mehr Unterstützung von den Städten und dem Nationalen Sportverband. Berichterstattungen in den Medien würden natürlich auch nützen.

Über Raphael Egli

Raphael Egli

Raphael Egli

Als Sohn einer ehemaligen Rollkunstläuferin und Trainerin bin ich natürlich bereits sehr früh mit den Rollschuhen in Berührung gekommen. Bevor ich 2 Jahr alt war, wurde ich bereits an einem Schaulaufen mit Rollschuhen mitgetragen und mit 6 Jahren bestritt ich bereits den ersten Wettbewerb. Noch nicht so erfolgreich, aber dabei sein war alles. Mit jungen 13 Jahren erreichte ich den ersten Höhepunkt, denn mit 13 Jahren wurde ich der jüngste Schweizermeister (da gab es noch keine Altersklassen). Mit kleinem Unterbruch folgten danach noch 15 weitere Kombinationstitel. 1996 dann der erste internationale Erfolg mit der Bronzemedaille in der Pflicht an der Jugendeuropameisterschaften. Nach zwei weiteren Medaillen in den Junioren folgte dann der schwere Aufstieg in die Elite. Da brauchte es viel Geduld und Durchhaltewillen, bis ich im Jahr 2007 Gold an den Europameisterschaften gewinnen konnte. Im darauffolgenden Jahr verteidigte ich den Titel und durfte sogar den Vizeweltmeistertitel feiern. Es war einfach toll. Jetzt unterstütze ich den Rollsport als internationaler Preisrichter und natürlich bin ich auch für kleine Showauftritte noch zu haben.

Vielen Dank für das Interview!

 

Rollkünstler Strich

Weitere Infos: www.rollschuh.ch

Kategorierollkuenstler around the world

Ich habe mit 11 Jahren erst recht spät mit dem Rollkunstlaufen begonnen, aber seitdem lässt mich der Sport nicht mehr los. Da ich Sportmanagement studiert habe, verbinde ich hier mein Studium mit meiner Lieblingsportart.

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