4 Rollen – 4 Fragen an Nathalie Wiedmann-Heinz

Nathalie Wiedmann-Heinz im Interview

4 Rollen – 4 Fragen an Nathalie Wiedmann-Heinz

Was hast du aus deiner aktiven Zeit im Rollkunstlaufen für das Leben mitgenommen?

Ich habe vor allem gelernt, dass man mit Fleiß alles erreichen kann, was man möchte. Wenn man daran glaubt, an sich glaubt und hart dafür arbeitet kann man alles schaffen. Ich habe gelernt mit Niederlagen umzugehen – gestärkt weiter zu machen – genauso wie mit Erfolg – nicht abzuheben. Der Sport hat mich zu dem gemacht, der ich heute bin und darauf bin ich sehr stolz. Ich habe viele Menschen kennen gelernt, von denen ich gelernt habe und auch heute noch viel lernen kann. Das ist toll. Die Offenheit für Neues ist etwas sehr wichtiges. Natürlich habe ich viele Freunde fürs Leben gefunden. Das kann mir keiner nehmen und das alles mit der schönsten Sportart der Welt: dem Rollkunstlaufen.

Fitness für Rollkunstlauf

Du betreibst schon länger einen Blog mit den Themen Fitness, Ernährung und Training für Roll- und Eiskunstläufer. Wie bist du auf die Idee zu deinem Blog gekommen und hast diese dann entwickelt?

Ich habe durch mein Sportstudium und die daraus gewonnenen Kenntnisse viel erfahren. Ich habe Ausbildungen in den Bereichen Pilates, Yoga, Qi Gong, Functional Trainer und Fachberater für Ernährung gemacht und meine Interessen ausgebaut. Dadurch habe ich viel gelernt und bedaure es sehr, dass meine Karriere schon zu Ende ist. Ich bin mir sicher, dass ich noch erfolgreicher, noch fitter und verletzungsfreier gewesen wäre, wenn ich diese Kenntnisse schon vorher gehabt hätte. Meine gemachten Erfahrungen und mein angeeignetes Wissen mische ich und gebe es gerne weiter. Andere können ja von meinen Fehlern lernen und müssen sie nicht auch machen. Ich finde es wichtig, dass die Leute sehen, dass ich das auch heute noch wirklich auch so lebe. Sei es in der Ernährung, bei Fitnessübungen oder Trainings-Tipps für das Pflichtlaufen. Ich finde das authentischer und wie gesagt, ich weiß genau, wie es ihnen dabei geht und kann hilfreiche Tipps geben. Da ich oft mal gefragt worden bin, kam dann die Idee diesen Blog zu starten und es macht echt Spaß. Ist ein schönes Projekt und wenn ich jemanden inspirieren kann, freut mich das.

Was hast du mit deinem Blog noch vor?

Das wird sich zeigen, was für Fragen sich noch so auftun werden. Aber Ideen kommen immer wieder. Ist eine spannende Reise. Auf jeden Fall soll es für alle zugänglich und umsetzbar sein.

Nathalie Heinz Just skating

Wenn du dir etwas für das Rollkunstlaufen wünschen könntest, was wäre es und warum?

Ohje. Eine schwierige und auch einfache Frage. Ich wünschte mir, dass unser Sport etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen würde. Er ist so toll und genauso wie viele andere Sportarten, gehen wir unter in dem Fußballwahnsinn. Ich wünschte mir, dass es ein paar Sponsoren gibt, damit unsere Sportler nicht aus Mangel an finanzieller Unterstützung Wettbewerbe absagen müssen. Das ist schade und absolut nicht verdient. Als ehemalige Pflichtläuferin bin ich natürlich besonders daran interssiert, dass Pflicht bei den World Games aufgenommen wird. Dann würde ich vielleicht sogar noch mal anfangen. 😉

Rollkünstler

Über Nathalie Wiedmann-Heinz Powerfood für Sportler

Nathalie ist Rollkunstläuferin, Sportwissenschaftlerin und Trainerin. Sie erreichte zahlreiche internationale Erfolge im Pflichtlaufen. 2003 und 2004 wurde sie Weltmeisterin im Pflichtwettbewerb der Meisterklasse Damen. Danach beendete sie ihre aktive Karriere und gibt seitdem ihr Wissen als Trainerin in ihrem Heimatverein, dem 1. Hanauer REC, und an Sportler in ganz Deutschland sowie im europäischen Ausland weiter. Nach ihrem Studium der Sportwissenschaften und zahlreichen Fortbildungen in den Bereichen Fitness und Ernährung folgten unter anderem ihr Blog, eine DVD zu Pflichttechniken und eine Videoserie zum Sprungkraft-training. Außerdem veröffentlichte sie ihr Buch „Powerfood für Sportler: Mehr Leistung durch die richtige Ernährung“.

Hier findest du ihren Blog „Just skating“.

Bilder: privat

Kategorierollkuenstler im Interview

Ich habe mit 11 Jahren erst recht spät mit dem Rollkunstlaufen begonnen, aber seitdem lässt mich der Sport nicht mehr los. Da ich Sportmanagement studiert habe, verbinde ich hier mein Studium mit meiner Lieblingsportart.

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